Sunrise UPC passt Arbeitsbedingungen an und leitet Konsultationsverfahren für Stellenabbau ein

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  • Der Zusammenschluss von Sunrise und UPC führt trotz grossem Wachstumspotenzial zu einem Stellenabbau. Das Konsultationsverfahren wurde eingeleitet.
  • Gemeinsam mit der Gewerkschaft syndicom und beiden Mitarbeitervertretungen wurde ein Sozialplan verabschiedet.
  • Die Arbeitsbedingungen werden mit einheitlichen Lohnstrukturen, einem ausgedehnten Vaterschaftsurlaub und dem neuen «FlexWork» Arbeitsmodell angepasst.

(Opfikon)(PPS) Die Integration zwischen Sunrise und UPC schreitet zügig voran. Derzeit wird die neue Organisationsstruktur erarbeitet und die Selektion für die Führungsebenen vorgenommen. Dieser Prozess wird voraussichtlich einen Stellenabbau zur Folge haben und bis im April dauern. Danach wird die konkrete Grössenordnung des gesamten Stellenabbaus bis zum Abschluss der Integration bekannt sein. Sunrise UPC geht davon aus, dass die Anzahl der betroffenen Mitarbeitenden deutlich kleiner sein wird als 30% der heutigen Mitarbeitendenzahl. Wichtig ist, dass Sunrise UPC für den Grossteil der Mitarbeitenden bis spätestens Ende Juni ebenfalls eine klare Perspektive hinsichtlich ihrer Funktion im kombinierten Unternehmen aufzeigen kann. Der gesamte Integrationsprozess wird, wie bei solchen Zusammenschlüssen üblich, mehrere Jahre dauern.

Um die betroffenen Mitarbeitenden in diesem Prozess bestmöglich zu begleiten, hat Sunrise UPC ein Konsultationsverfahren eingeleitet und gemeinsam mit der Gewerkschaft syndicom und beiden Mitarbeitervertretungen einen Sozialplan verhandelt und ausgearbeitet.

André Krause, CEO von Sunrise UPC sagt:

«Ich bin froh, dass wir – nicht zuletzt dank der guten und konstruktiven Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft syndicom und den Mitarbeitervertretungen – einen äusserst soliden Sozialplan erarbeiten konnten. Damit ist sichergestellt, dass die betroffenen Mitarbeitenden nicht nur finanziell unterstützt werden.»

Giorgio Pardini, Geschäftsleitung syndicom, Sektor ICT:

«Dank der frühzeitigen Einbindung von syndicom durch Sunrise UPC konnte der neue Sozialplan zügig vereinbart werden. Der Sozialplan bietet den jüngeren Mitarbeitenden die Möglichkeit, möglichst schnell wieder in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Gleichzeitig ermöglicht er den älteren Mitarbeitenden, gesichert in die frühzeitige Pensionierung zu gehen.»

Die wichtigsten Elemente dabei sind:

  • Der Sozialplan gilt für alle Mitarbeitenden von Sunrise und UPC (exklusive Geschäftsleitung).
  • Betroffene Mitarbeitende werden mit einem Outplacement Programm professionell unterstützt.
  • Sunrise UPC stellt einen Fonds von CHF 2.5 Mio für individuelle Überbrückungsmassnahmen, wie zum Beispiel für individuelle Härtefälle oder Qualifizierungsmassnahmen bereit.

Einheitliche Lohnstrukturen

Im Rahmen der Integration werden auch die unterschiedlichen Lohnstrukturen vereinheitlicht. Dieser Prozess wurde ebenfalls gestartet und hängt eng mit der Organisationsstruktur des gemeinsamen Unternehmens zusammen. Dabei wird wie üblich die aktuelle Markt- und Wirtschaftslage sowie die weitere Entwicklun

g der Pandemie berücksichtigt. Sunrise wird deshalb die Lohnverhandlungen mit der Gewerkschaft syndicom im zweiten Quartal führen.

Erweiterter Vaterschaftsurlaub und modernes, flexibles Arbeiten

Sunrise UPC gewährt Vätern ab diesem Jahr einen erweiterten Vaterschaftsurlaub von maximal
25 Arbeitstagen bei voller Lohnfortzahlung. Mit dieser im Vergleich zum gesetzlichen Anspruch überdurchschnittlich erweiterten Regelung unterstreicht Sunrise UPC die Wichtigkeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Dies tut Sunrise UPC ebenfalls mit der Definition des «FlexWork»-Arbeitsmodells, welches gemeinsam mit der Gewerkschaft syndicom sowie externen Experten und beiden Mitarbeitervertretungen entwickelt wurde. «FlexWork» erlaubt es den Mitarbeitenden, künftig selbst zu entscheiden, wie und wo sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten. Sunrise UPC stellt den Mitarbeitenden die notwendigen Geräte und Softwarelösungen zur Verfügung.

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