Schweizer Start-Up lanciert grössten Schweizer Online-Marktplatz und profitiert ungewollt von Corona

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(Zürich)(PPS) Zwei ETH-Absolventen gründen Online-Marktplatz genau zum richtigen Zeitpunkt – zwischen Weihnachtsgeschäft und Corona. Sowohl die Zeit unmittelbar nach Weihnachten, als auch Corona bescherten der Online-Plattform traumhafte Besucherzahlen.

Mit ca. drei Millionen Gratisinseraten ist trovas.ch der grösste Kleinanzeigen-Marktplatz der Schweiz. Dabei werden nicht nur eigene Inserate, sondern auch Anzeigen von anderen grossen Inserateportalen gelistet. Die Inserate decken alle Bereiche des täglichen Lebens ab: Wohnungs-, Stellen-, Auto-Inserate bis hin zu Kontaktanzeigen.

«Auf der Suche nach einem Schnäppchen oder einer Rarität möchte ich nicht mehrere Inserateportale durchforsten, um das beste Angebot zu finden», erzählt Peter Troxler, Mitbegründer des Start-Ups. So sei die Idee entstanden, eine Plattform zu entwickeln, welche die Inserate der anderen Marktplätze vereint. Dass dies ein Bedürfnis ist, bestätigte kürzlich ein Benutzer von trovas: «Endlich eine Plattform, die alle Angebote zusammensucht».

Beim offiziellen Start Anfang Januar 2020 hatten wir doppelt Glück. Da war zum einen das Weihnachtsfest – oft mit ungewollten, ungeliebten oder unnützen Geschenken verbunden: Falsche Grösse, falsches Gerät, falsche Farbe, hat man schon, braucht man nicht. Es gibt genügend Gründe, warum ein Präsent nicht so ankommt, wie man es erhofft hat. Zum Wegwerfen ist es aber häufig zu schade. Was also tun? Am lukrativsten und effizientesten ist es, diese Dinge auf Online-Marktplätzen zu verkaufen. «Das wissen die meisten und das haben wir deutlich zu spüren bekommen» resümiert Troxler den Jahresbeginn. «Hinzu kommt das Januarloch – viele Leute sind knapp bei Kasse und können einen Zustupf gut gebrauchen».

Mitte März und April dann die Corona-Krise. «Für uns war das die zweite Welle – im positiven Sinn!» erzählt Troxler. «Corona – insbesondere der April mit dem Lockdown – war für Online-Marktplätze ein Mega Boost. Die Leute sassen zu Hause und verbrachten überdurchschnittlich viele Stunden im Internet. Das haben wir anhand der Besucherzahlen deutlich gespürt. Während sich I

nserenten oder Schnäppchenjäger normalerweise vor allem in den Abendstunden auf unserer Website tummelten, war unsere Webseite trovas.ch während des Lockdowns den ganzen Tag hindurch gut ausgelastet.»

Mittlerweile ist die anfängliche Euphorie verflogen und die Zahlen bewegen sich auf normalem Niveau. Dennoch geben die beiden Gründer weiterhin Gas. Troxler verrät diesbezüglich: «Wir haben viele Ideen und Kundenwünsche gesammelt und werden diesen Schritt für Schritt umsetzen. Beispielsweise sind wir kurz vor Inbetriebnahme einer Schnittstelle, mit welcher Kunden beliebig viele Inserate per Knopfdruck von Excel oder ähnlichen Formaten direkt in unsere Plattform importieren können. Das bieten zwar spezifische Inserateplattformen (insb. Für Autos oder Immobilien) bereits an, aber bei den allgemeinen Online-Marktplätzen werden wir die ersten sein, die damit trumpfen können.»

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