Online-Plattform datascan schützt Schweizer Bevölkerung vor Cyberangriffen

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Internationale Hacker nehmen Schweiz ins Visier

(Zürich)(PPS) Schweizerinnen und Schweizer gehören für internationale Hacker europaweit zur bevorzugten Zielgruppe, wenn es darum geht, mit gestohlenen Daten Profit zu machen. Email-Adressen, Kreditkarten-, Telefon- und Passnummern: Cyberkriminelle haben sich darauf spezialisiert, sich mithilfe dieser Angaben zu bereichern. Die neue digitale Plattform datascan der Zürcher MSS Holding ermöglicht es privaten Personen und Firmen in der Schweiz erstmals persönliche Daten im Internet und im Darkweb regelmässig und tiefgreifend zu überprüfen und somit Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen.

Eine neue Erhebung des Bundesamts für Statistik zur Internetnutzung in der Schweiz – erschienen im April 2020 – zeigt auf, wie leicht Internetnutzer Opfer eines digitalen Verbrechens werden. Gemessen am europäischen Mittel laufen Schweizerinnen und Schweizer Gefahr drei Mal häufiger Ziel eines Hackerangriffs zu werden als ihre geografischen Nachbarn. Laut Henrik Kinder, IT-Experte der MSS Holding, lässt sich das auf die höhere Kaufkraft der hiesigen Bevölkerung zurückführen, wie Kinder betont: „Die Schweiz ist für Cyberkriminelle besonders lukrativ. Drei Viertel der Schweizer Bevölkerung tätigt online Einkäufe, nutzt Social-Media oder ist aufgrund von Home-Office länger und häufiger im Netz. Entsprechend sind rund 6% der Schweizer Bevölkerung infolge Datenmissbrauchs direkt von Identitätsdiebstahl, Hacking von E-Mail- und Social-Media-Profilen betroffen. Die Opferzahlen steigen mit zunehmender Nutzung des Internets signifikant.“

Jugendliche und Senioren besonders oft betroffen

Durchschnittlich verwenden Nutzer ihre E-Mail-Adresse oftmals mit identischem Passwort für rund 92 Anmeldungen – für Newsletter, Online-Stores, Social-Media oder Online-Banking. Jeder Dritte bewegt sich dabei ohne Sicherheitssoftware und verkennt die Gefahren ungeschützten Datenverkehrs. Mangelnde Vorsicht kann hier empfindlich ins Geld gehen. Weltweit erbeuten Hacker mit gestohlenen Daten jährlich über 800 Milliarden Franken. Dabei stehen ältere Menschen und Jugendliche besonders oft im Fokus von Cyberkriminellen. Gemäss Umfragen des Bundes waren 2018 denn rund 94% aller Schweizer Jugendlichen auf einem sozialen Netzwerk aktiv. Entsprechend gab jeder Vierte von ihnen an, bereits Opfer eines Online-Delikts geworden zu sein.

Firmen im Fokus der Hacker

Nicht nur Privatpersonen geraten ins Visier von Hackern; richtig lukrativ wird es bei Angriffen auf Firmen. Besonders gefährlich für Firmen und Arbeitgeber: Angestellte, welche im Home-Office arbeiten oder mit Geschäftsadressen und –kreditkarten unvorsichtig umgehen. Henrik Kinder bestätigt: „Sehr häufig werden Firmen angegriffen oder grosse Datenbanken mit zehntausenden E-Mail-Adressen gehackt. Wir beobachten, dass Nutzer für verschiedene E-Mail-Adressen oftmals ein und dasselbe Passwort verwenden. Wird dann zum Beispiel die Datenbank eines Grosshändlers, einer Online-Verkaufsplattform oder eines Spitals gehackt, haben Cyberkriminelle aufgrund identischer Passwörter auch Zugriff auf Geschäftsadressen, vertrauliche Daten oder gar Firmenkonten. Dies kann eine Firma ruinieren.“

datascan für Private, Firmen und Arbeitgeber

Um sensible Daten zu schützen, hat die MSS Holding nun eine Online-Plattform datascan lanciert, auf der sich Privatpersonen wie auch Familien mit Kindern oder Firmen mit all ihren Mitarbeitenden registrieren und persönliche Daten unter Beobachtung stellen können. E-Mail-Adressen, Telefon- und Handynummern, Kreditkartenangaben, Bankdaten und Passnummern sowie Führerscheine können eingegeben und von datascan fortlaufend im Internet und Darknet überprüft werden. Erkennt das System einen betrügerischen Angriff auf diese Daten, wird der Nutzer in Echtzeit per Mail oder SMS alarmiert. 

Jede Minute zählt

Henrik Kinder betont: „Rund die Hälfte aller gestohlenen Daten werden innerhalb von sieben Stunden für kriminelle Zwecke verwendet, daher ist Geschwindigkeit bei den Gegenmassna

hmen entscheidend. Erfassen wir mit datascan einen Missbrauch, melden wir dies unseren Kunden umgehend, damit entsprechende Schritte eingeleitet werden können – 24 Stunden und 7 Tage die Woche.“

Mit datascan von MSS Holding erhalten Firmen und private Nutzer in der Schweiz erstmals einen effektiven Schutz für ihre persönlichen Daten. Im Kern ist dieses Angebot nicht ganz neu. In der Finanzindustrie ist diese Art der Datenüberwachung seit einigen Jahren bevorzugtes Sicherheitstool, welches weltweit eingesetzt wird, um empfindliche Hackerangriffe auf Endkunden und Mitarbeitende zu erkennen. Entsprechend ist auch die Sicherheit bei datascan garantiert: Daten, die von Nutzerinnen und Nutzern bei datascan eingegeben werden, sind in einem externen System innerhalb der EU gesichert und gemäss höchsten Datenschutzrichtlinien, dem PCI DSS (Payment Card Industry Data Security Standard), verschlüsselt. Henrik Kinder betont: „Unser Angebot richtet sich explizit auch an Versicherungen oder Telekomanbieter, welche ihren Kundinnen und Kunden eine zusätzliche Dienstleistung mit Mehrwert anbieten wollen. Gleichzeitig erarbeiten wir für Firmen individuelle Angebote, um firmeneigene Daten der Mitarbeitenden prüfen zu können. Erste Erfolge verzeichnet datascan bei prominenten Anbietern wie beispielsweise Securicard der Corner Bank.“

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