Biomasse statt Erdöl – Restessen statt Foodwaste: Die BFH setzt Zeichen der Nachhaltigkeit

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(Bern)(PPS) Der WWF hat jüngst die BFH zur Spitzengruppe der nachhaltigen Hochschulen erkoren. Ein gutes Zeichen für die BFH, welche aber noch mehr erreichen will. Der Hochschultag 2021 stand unter dem Titel der Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit. Nationale Forschungsprojekte, ein neues Lehrangebot und studentische Initiativen sollen das Ressourcenbewusstsein in der Gesellschaft steigern. 

«Die grösste Gefahr für unseren Planeten ist der Glaube, dass schon jemand anderes ihn rettet.» Mit diesem Zitat des Polarforschers Robert Swan eröffnete Rektor Sebastian Wörwag den Hochschultag der Berner Fachhochschule BFH. Dies sei ein Weckruf für Wirtschaft und Gesellschaft, nicht nur über nachhaltigen Konsum und Kreislaufwirtschaft nachzudenken, sondern entsprechend zu handeln. Die BFH zählt mit ihren Nachhaltigkeitsambitionen im 2021 zur Spitzengruppe der Schweizer Hochschulen. Das Engagement der drei Berner Hochschulen zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft wird auch von Regierungsrätin Christine Häsler hervorgehoben. «Die BFH präsentiert sich mit ihrer Themenwahl am Puls der Zeit», bemerkte sie zu Beginn ihrer Rede. Um die wirtschaftlichen Transformationsprozesse zu beschleunigen, bietet die BFH ab nächstem Jahr einen neuen Master-Studiengang «Circular Innovation and Sustainability» an. In diesem interdisziplinär ausgerichteten Studium werden junge Fachkräfte ausgebildet, welche künftig die Transformation in Richtung Kreislaufwirtschaft gestalten sollen. Charakteristisch für das Studium ist seine Praxisausrichtung: Die Student*innen sollen eigene Praxisprojekte zur Kreislaufwirtschaft mit Unterstützung der Hochschule realisieren. Zudem wird gesellschaftliches Engagement grossgeschrieben: Gina Mühlebach, Master-Studentin an der BFH berichtete am Hochschultag über ihre Initiative RestEssBar, welche durch das BFH Programm Sustains unterstützt wird und sich gegen den täglichen Food-Waste richtet. Auch in der Forschung setzt die BFH starke Akzente in Richtung Kreislaufwirtschaft: So etwa im Rahmen einer Studie, die ein Verfahren entwickelt, um Pf

lanzenstoffe aus Biomasse zu extrahieren. Diese haben das Potenzial, erdölbasierte Komponenten in vielen Anwendungen wie beispielsweise in der Holzwerkstoffherstellung und anderen Baustoffen zu ersetzen.

Nachhaltigkeit sei nicht die Verantwortung der anderen, sondern der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft resümierte Schulratspräsident Markus Ruprecht. Im breiten Feld der nachhaltigen Entwicklung konzentriert sich die BFH neben der Kreislaufwirtschaft insbesondere auch auf die Themen Ernährungssysteme und die Entwicklung von Lebensräumen. Damit übernehme die Hochschule eine Leitfunktion in der Entwicklung nachhaltiger Lösungen. 

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dzytig

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