Tierquälerei am Zürichsee – Mann lockt Schwan und packt ihn am Hals – PETA erstattet Strafanzeige

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Ein bislang unbekannter Mann wurde am 19. September dabei gefilmt, wie er einen Schwan mehrere Sekunden lang gewaltsam am Hals festhielt. Der Unbekannte war mit einem Boot auf dem Zürichsee unterwegs und lockte das Tier mit Essen an. Als der Schwan nach dem Essen schnappte, packte der Tierquäler ihn am Hals und liess ihn erst nach circa sieben Sekunden los. Laut einem Medienbericht kursierte das Video auf mehreren Social-Media-Plattformen. Auch PETA wurde auf das Video aufmerksam. Wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz (Art. 26 Abs. 1 lit. a) hat die Tierrechtsorganisation nun bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl Strafanzeige gegen den Unbekannten erstattet. «Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt und kann mitunter eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen», so Ilana Bollag im Namen von PETA Schweiz. «Tiere müssen vor gewaltsamen Übergriffen geschützt und derartige Taten entsprechend strafrechtlich verfolgt werden. Wer Tiere misshandelt und quält, schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalt an Menschen zurück.» Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: «Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.» Tierquälerei ist eine Straftat nach Art. Artikel 26 Absatz 1 lit. a des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft. Die Tierrechtsorganisation PETA Schweiz setzt sich durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise dafür ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

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