Schweizer Unternehmen unter Top 3 Investoren in Österreich

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Auch während der Covid-19 Krise haben Schweizer Unternehmen wie MycoSolutions oder Allegra den Expansionsschritt nach Österreich gewagt. 

(Wien)(PPS) 353 internationale Unternehmen hat die Betriebsansiedlungsagentur ABA – Invest in Austria 2020 bei der Unternehmensgründung in Österreich betreut. Auch für Schweizer Unternehmen ist Österreich trotz Corona nach wie vor ein bevorzugter Standort, um die Internationalisierung voranzutreiben. Die Schweiz belegt Platz 3 hinter Deutschland und Italien. Insgeamt haben 25 Schweizer Unternehmen wie Allegra, MycoSolutions oder der Schweizer Chocolatier Läderach mit Unterstützung der ABA den Schritt über die Grenze gemacht. 

„Für diese Firmen war das Krisenjahr 2020 der passende Zeitpunkt, sich auf einem neuen, attraktiven Markt zu positionieren oder neue Kundenschichten anzusprechen“, so Marion Biber, Managing Director Invest in Austria. „Schweizer Unternehmen schätzen am Standort Österreich das Marktpotential mit Zugang zur Eurozone, zwei besonders attraktive Standortvorteile der Alpenrepublik in der Coronakrise.“

Der österreichische Markt bietet Schweizer Unternehmen neben dem direktem Zugang zu EU, Eurozone und den Märkten im CEE-Raum vor allem auch eine hohe Kaufkraft. Hinzu kommt, dass der österreichische Markt mit einer überschaubaren Größe und einer ähnlichen Beschaffenheit sowie teilweise gleicher Sprache „Heimvorteile“ bietet. Österreich liegt mit einer Forschungsquote von 3,19 Prozent an zweiter Stelle der EU-Länder und setzt bei der Investorenwerbung auf Förderung und Unterstützung von Innovationen und digitalen Technologien. Die steuerliche Forschungsförderung für Unternehmen in Österreich mit einer Forschungsprämie von 14 Prozent steht im internationalen Vergleich hervorragend da.  

Reto Vincenz, Co-Founder und CEO von MycoSolutions, einem 2016 entstandenen Spin-off der Empa, eines interdisziplinären Forschungsinstituts des ETH-Bereichs für Materialwissenschaften und Technologie in der Schweiz, ist überzeugt vom Expansionsschritt des Unternehmens nach Österreich im Krisenjahr 2020: „Österreich bietet einen hervorragenden Boden für unseren ersten Internationalisierungsschritt. Als Startup erfahren wir hierzulande große Offenheit und viel Unterstützung, um erfolgreich weiter wachsen zu können.“

Dem Ruf der Alpenrepublik folgten 2020 auch 88 Betriebe aus den Ländern Mittel- und Südosteuropas. Die Auswirkungen des Brexit machten sich auch 2020 bemerkbar: 24 Unternehmen kamen aus Großbritannien nach Österreich. Auch Jungunternehmer haben sich im Krisenjahr nicht davon abschrecken lassen nach Österreich zu kommen: 22 Startups gründeten 2020 mit Unterstützung der ABA in Österreich. 

Beispiele von Schweizer Unternehmen, die sich für Österreich entschieden haben:

Über MycoSolutions
Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative und nachhaltige Pilz-Kulturen für die biologische Bekämpfung von Schadpilzen. Es will damit den Einsatz von chemischen Pestiziden, Fungiziden sowie Holzschutzmitteln reduzieren und trägt damit aktiv zum Umweltschutz bei. Anwendungsgebiete sind etwa Holzmasten sowie verschiedenen Nutz- und Zierpflanzen.

Über ALLEGRA 
Die ALLEGRA Tourismus GmbH mit Hauptsitz in der Schweiz hat in Innsbruck die Niederlassung «ALLEGRA Tourismus Österreich» eröffnet. Allegra entwickelt seit fast zwei Jahrzehnten erfolgreiche Mountainbike Destinationen. Heute transformiert das Unternehmen internationale Regionen durch die Entwicklung individueller Lösungen für den Langsamverkehr in touristischen Destinationen und urbanen Naherholungsgebieten, vom deutschsprachigen Alpenraum bis nach Japan. Der Angebotskatalog beinhaltet die Erarbeitung von Geschäftsmodellen und Masterplänen, die Planung und den Bau von Infrastruktur sowie die Beratung von Behörden, Tourismusorganisationen und Leistungsträgern. Der Standort in Innsbruck ist für Allegra ideal, um den Markt in Österreich und im Südtirol mit einem kompetenten Team zu bedienen.

„Die Ansiedlung in Österreich ist für Allegra enorm wichtig, um das grosse Marktpotential in Österreich zu nutzen. Mit unserer Erfahrung aus 17 Jahren und über 300 Projekten bauen wir vor Ort ein schlagkräftiges Team auf.“ Claude Balsiger, Geschäftsführer                      

Über Läderach – chocolatier suisse 
Läderach – chocolatier suisse steht seit 1962 für hochwertigste handgefertigte Schweizer Schokoladespezialitäten. Das Familienunternehmen mit gruppenweit über 1000 Beschäftigten hat seinen Hauptsitz im Kanton Glarus in der Schweiz. Seit September 2012 stellt Läderach die Schokoladenmasse in der eigenen Produktionsstätte selbst her und garantiert somit als einer der wenigen Premiumanbieter eine nachhaltige Qualität von der Kakaobohne bis zum Endprodukt. Das Unternehmen produziert vollumfänglich in der Schweiz. Die handwerklich hergestellten Premiumprodukte werd

en in über 80 eigenen Chocolaterien mit Verkaufsstandorten in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Grossbritannien, USA und Kanada, sowie über Vertriebspartner im Nahen Osten und in Asien angeboten. 

“Läderach folgt seinen Kunden. Und damit vorerst nach Wien. Österreicher, die in der Schweiz die frische Läderach Schokolade kennen lernten, fragten von zuhause aus nach, wo sie in Österreich denn zu diesen feinen Produkten kämen. Das hat uns dazu gebracht, Standorte in Wien zu suchen. Seit Sommer 2020 sind wir an der Mariahilferstrasse und seit Spätherbst auch am Graben vertreten. Wir wurden unglaublich herzlich empfangen und freuen uns, unseren Kunden täglich mit unseren Produkten Freude zu bereiten. Wir sind überzeugt vom Standort Österreich und glauben an das «Schokoladen-Potenzial» des Landes.” René Rechsteiner, Direktor Retail Schweiz, England und Österreich bei Läderach

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