Göttingen – Zoll stoppt Welpenschmuggel

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Vier viel zu junge Zwergspitzwelpen holte der Zoll am 10. September 2020 aus einem bulgarischem Transporter an der Autobahn nahe Göttingen. Sie befinden sich jetzt in Quarantäne. Eigentlich vermuteten die Zöllner, illegalen Zigarettenhandel aufzudecken, als sie auf dem Rastplatz Göttingen an der Autobahn 7 beobachteten, wie der Fahrer eines regionalen Fahrzeuges mit dem Führer eines bulgarischen Transporters über etwas verhandelte. Die Kontrolle der Fahrzeuge führte aber zum Fund der vier Fellnasen.
"Bei Hundewelpen schrillen uns Zöllnern sofort die Alarmglocken! Viel zu oft finden wir viel zu junge Tiere in einem erbärmlichen Zustand. Oft werden sie ihren Müttern zu früh entrissen, um sie hier noch möglichst süß, möglichst teuer zu verkaufen", erklärt Zollamtmann Löhde vom Hauptzollamt Braunschweig. Tatsächlich werden für die gefundenen Pomeranian Zwergspitze in Deutschland selbst ohne Papiere Preise ab 2.000 EUR gezahlt. Hintergrund der Kontrollen und Beschlagnahmen ist laut Pressesprecher Löhde jedoch nicht vordringlich das Mitgefühl der Beamten, die ja selbst mit tierischen Kollegen arbeiten: "Hunde können erst ab einem bestimmten Alter gegen Tollwut geimpft werden. Wenn wir aber den Verdacht haben, dass die Hunde zu jung und darum nicht geimpft sind, stellen sie zunächst eine ernsthafte Gefahr für Mensch und Tier dar – besonders, wenn sie aus Gebieten mit echter Tollwutbedrohung kommen – dann müssen wir im Rahmen des Seuchenschutzes eingreifen!" Daher hat das Veterinäramt des Landkreises Göttingen die vier Hunde vorläufig in Quarantäne genommen. Dort werden gegebenenfalls die weiteren Schritte gegen die Hundeschleuser ergriffen.

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