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FDP.Die Liberalen: Koordinatensystem ist notwendiger denn je

Tests und Impfungen beschleunigen

(Bern)(PPS) Seit dem 3. Februar dieses Jahres und der Präsentation unseres 100-Tage-Aktionsplans hat sich kaum etwas geändert. Das Ergebnis der Vernehmlassung des Bundesrates bestätigt mehr oder weniger, was letzte Woche angekündigt wurde. Trotz der Forderung einer Mehrheit der Kantone, am 1. März weitere Geschäfte und Betriebe zu öffnen, wird es keine zusätzlichen Öffnungen geben – weder teilweise in der Gastronomie noch im Kulturbereich – was unverständlich ist. Ausserdem gibt es kaum Hinweise darauf, was nach dem 22 März passieren wird. Die FDP wiederholt darum ihre Forderung an den Bundesrat, ein klares Koordinatensystem für die kommenden Monate vorzulegen. Zudem sollen bei privaten Anlässen Minderjährige nicht mehr mitgezählt werden. Und zu guter Letzt fordern wir, dass die Überprüfung der Massnahmen alle 14 Tage erfolgen soll. Eine Überprüfung alle zwei Wochen bietet ein rascheres Eingreifen in beide Richtungen. Darüber hinaus ist es zwingend notwendig, dass das EDI und das BAG die Impfkampagne beschleunigen, so gut wie möglich überwachen und die Testrate weiter erhöhen.

Die Wochen vergehen und sie sehen immer gleich aus: Während die veröffentlichten Zahlen einen möglichen Beginn eines Weges aus der Krise andeuten, will der Bundesrat weiterhin keine mittelfristigen Szenarien präsentieren. Und: Er bietet kaum Perspektiven über den 22. März hinaus. Mit der Festlegung von Indikatoren ist heute ein erster Schritt gemacht worden, was zu begrüssen ist. Aber es ist notwendig, für die kommenden Monate mehr Planbarkeit zu schaffen. Die Einrichtung eines Koordinatensystems, wie es in vielen Ländern existiert, wäre dazu ein einfacher und effektiver Weg, um der gesamten Bevölkerung Perspektiven zu geben, alle zum verantwortungsvollen Handeln zu befähigen und das Vertrauen in Institutionen wieder zu stärken. Stattdessen werden die Bereiche Gastronomie, Kultur und Sport weiterhin die Hauptlast dieser Krise tragen müssen, auch wenn die Gastronomie Schutzmassnahmen und ein Rückverfolgungssystem eingerichtet hat. Es ist unverständlich, dass die genannten Sektoren nicht in den Genuss einer Lockerung kommen können ab 1. März, auch wenn sie von strengen Schutzvorschriften begleitet würden. Und dies, obwohl sich sowohl die betreffenden Verbände als auch eine Mehrheit der Kantone für eine schrittweise Öffnung der Restaurants ausgesprochen hatten.

Damit die Bevölkerung eine Perspektive hat, fordert die FDP:

Der Bundesrat muss jetzt rasch handeln und der Bevölkerung Perspektiven geben.

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